Muschelmandala am Strand

Seit Jahren fällt mir auf, dass wir Frauen uns emanzipieren – doch statt Frau zu werden, werden wir männlich. Alle wollen wir lernen uns abzugrenzen, klar und deutlich „Nein“ zu sagen. Das ist auch gut – doch statt es in unserer Art zu machen und in der Weichheit zu bleiben, werden wir hart und verschließen unser Herz. Sicherlich beeinflußt uns die Dominanz des männlichen, das scheinbar voran gekommen ist, in der Geschichte. Ausserdem ist es laut und wird gehört. Und wir wollen alle gehört werden. Doch mir wird immer deutlicher welch Kraft wir Frauen haben. Gefühle auszuhalten, zu halten, anzunehmen, zu leben. Intensiv zu fühlen. Unsere Beständigkeit, Verbundenheit mit der Erde. Unsere Intuition, die jede von uns hat – bewußt oder nicht bewußt. Unsere Fähigkeit abzuwägen, andere Befindlichkeiten mit in die Waagschale zu nehmen und unser Herz entscheiden zu lassen. Wir sind Würdenträgerinnen. Daher haben wir Antennen für Ungerechtigkeit und Unwahrheit. Wir haben die Fähigkeit in Resonanz mit unserem Gegenüber zu gehen oder aber dem eigenen treu zu bleiben und dabei den anderen auch bestehen zu lassen. Und wir sind Trägerinnen des Lebens – das ist die Verbindung zu unseren UrahnInnen und zum anderen sind wir die Schöpferinnen der Zukunft. Das Weiche ist eine unglaubliche Kraft, die wir völlig unterschätzen. Es ist allumfassend, ist dabei nicht blind. Es ist bewußt, lebenserhaltend und ständig im Kontakt – mit ihr selber und mit dem Gegenüber.

Ich möchte Frauen darin unterstützen ihre Kraft zu spüren und zu leben